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(Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 15.10.2004) Inhaltsverzeichnis
Auftrag der Grundschule ist die Entfaltung grundlegender Bildung. Sie
ist Basis für weiterführendes Lernen und für die Fähigkeit
zur selbständigen Kulturaneignung. Dabei ist die Förderung der
sprachlichen Kompetenzen ein wesentlicher Bestandteil dieses Bildungsauftrags.
Sprache ist Träger von Sinn und Überlieferung, Schlüssel
zum Welt- und Selbstverständnis und Mittel zwischenmenschlicher Verständigung.
Sie hat grundlegende Bedeutung für die kognitive, emotionale und soziale
Entwicklung der Kinder. Aufgabe des Deutschunterrichts in der Grundschule
ist es, den Schülerinnen und Schülern eine grundlegende sprachliche
Bildung
Kinder bringen sehr unterschiedliche Erfahrungen und Voraussetzungen für das Lernen mit. Die Grundschule und besonders der Deutschunterricht stehen vor der Herausforderung, an den jeweiligen Entwicklungsstand des einzelnen Kindes und auch an die Arbeit der vorschulischen Einrichtungen anzuknüpfen. Dabei bedürfen sowohl Kinder mit verzögerter Entwicklung als auch solche mit spezifischer Begabung einer besonderen Förderung. Für viele Kinder ist die deutsche Sprache nicht die erste und nicht die Familiensprache. Sie verfügen dadurch z.T. über andere sprachliche Erfahrungen und Kompetenzen als einsprachige Kinder. Der Deutschunterricht sollte dies auch für eine interkulturelle Erziehung aller Kinder nutzen. Bei manchen Kindern mit anderer Herkunftssprache müssen durch entsprechende Fördermaßnahmen Grundlagen für schulisches Lernen in der Unterrichtssprache Deutsch erst gesichert werden. Der Deutschunterricht entwickelt Sprechen und Zuhören, Lesen und Schreiben sowie Einsichten in die kulturelle und interkulturelle Bedeutung von Sprache. Im individualisierenden und differenzierenden Unterricht werden kontinuierlich das Lese- und Schreibinteresse der Kinder und der Erwerb grundlegender Lese- und Schreibfähigkeiten gefördert. In lebensnahen und kindgemäßen Situationen und an bedeutsamen Inhalten entwickeln die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit, geschriebene und gesprochene Sprache situationsangemessen, sachgemäß, partnerbezogen und zielgerichtet zu gebrauchen. Im kreativen Umgang mit Sprache erfahren sie die ästhetische Dimension von Sprache. Die Entwicklung ihrer Sprachhandlungskompetenz umfasst auch das Nachdenken über Sprache. Dazu ermöglicht der Deutschunterricht den Kindern erste Einsichten in Sprachstrukturen und macht sie mit elementaren Fachbegriffen bekannt. Die Beherrschung der deutschen Sprache ist für alle Kinder eine wichtige Grundlage für ihren Schulerfolg, denn Sprache ist in allen Fächern Medium des Lernens. Durch die Entwicklung der Sprachhandlungskompetenz wird die Basis für schulisches Lernen gelegt: Kinder lernen, sprachlich vermittelte Sachverhalte zu verstehen und solche selbst sprachlich angemessen wiederzugeben. Sie erfahren Freude an der eigenen Textproduktion und die Bedeutung der Schriftsprache für sich und andere als Mittel zur Kommunikation, zur Information und zum Ausdruck. Mit dem Erwerb der Schriftsprache werden im Deutschunterricht auch die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Kinder Medien sinnvoll nutzen können. Sie entwickeln Interesse daran, sich anhand von Texten selbstständig Weltwissen anzueignen. Die Standards legen auf der Ebene der Sach- und Methodenkompetenz fest, welche Leistungen von einem Kind am Ende der Jahrgangsstufe 4 in Kernbereichen des Faches Deutsch in der Regel erwartet werden. Sie sollen eine klare Perspektive für die anzustrebenden Ziele geben, auf die hin sich auch eine individuelle Förderung konzentrieren muss. Die Standards konzentrieren sich auf zentrale fachliche Zielsetzungen des Deutschunterrichts. Aspekte der Förderung der personalen und sozialen Kompetenzen werden hier nicht explizit angesprochen, sind aber gleichwohl unverzichtbarer Bestandteil grundlegender Bildung in der Grundschule. 2 Kompetenzbereiche des Faches Deutsch In der Grundschule erweitern die Kinder ihre Sprachhandlungskompetenz in den Bereichen des Sprechens und Zuhörens, des Schreibens, des Lesens und Umgehens mit Texten und Medien sowie des Untersuchens von Sprache und Sprachgebrauch. Sprechen und Zuhören
Schreiben
Lesen – mit Texten und Medien umgehen
Sprache und Sprachgebrauch untersuchen
Die Kompetenzbereiche sind im Sinne eines integrativen Deutschunterrichts
aufeinander bezogen. Das sinnvolle sprachliche Handeln der Schülerinnen
und Schüler und der sorgfältige und angemessene Umgang mit Sprache
stehen im Mittelpunkt. Sachbezogenes, methodenbezogenes und soziales Lernen
sind im Deutschunterricht der Grundschule untrennbar miteinander
Sprechen und Zuhören
Methoden und Arbeitstechniken
Schreiben
Die Schülerinnen und Schüler nutzen Schreiben zur Kommunikation,
zur Aufbewahrung von Informationen, zur gedanklichen Auseinandersetzung
sowie zum kreativen und gestalterischen Umgang mit Sprache. Sie gestalten
den Schreibprozess selbstständig und verfassen ihre Texte bewusst
im Zusammenhang von Schreibabsicht, Inhaltsbezug und Verwendungszusammenhang.
Dabei greifen die Teilprozesse des Schreibens ineinander: Texte planen,
aufschreiben
Die Kinder verfügen über grundlegende Rechtschreibstrategien. Sie können lautentsprechend verschriften und berücksichtigen orthographische und morphematische Regelungen und grammatisches Wissen. Sie haben erste Einsichten in die Prinzipien der Rechtschreibung gewonnen. Sie erproben und vergleichen Schreibweisen und denken über sie nach. Sie gelangen durch Vergleichen, Nachschlagen im Wörterbuch und Anwenden von Regeln zur richtigen Schreibweise. Sie entwickeln Rechtschreibgespür und Selbstverantwortung ihren Texten gegenüber. Die Schülerinnen und Schüler verfügen über verschiedene Möglichkeiten der ästhetischen Darstellung entsprechend dem Schreibanlass und arbeiten mit unterschiedlichen Medien. Sie schreiben eine lesbare und flüssige Handschrift. Lesen - mit Texten und Medien umgehen
Die Kinder erfahren, dass Lesen eine Auseinandersetzung mit der Welt ermöglicht und Vergnügen bereiten kann. Dazu werden an unterschiedlichen Texten Leseinteresse, Lesebereitschaft, Lesefertigkeit und sinnverstehendes Lesen entwickelt. Beim Hören und Lesen literarischer Texte beschäftigen sich die Kinder mit wichtigen, sie bewegenden Fragen und setzen sich identifizierend und abgrenzend mit literarischen Figuren auseinander. Schülerinnen und Schüler gehen mit unterschiedlichen Textsorten in verschiedenen Medien um und können sich ihrem Alter entsprechend in der Medienwelt orientieren, d.h. in Druckmedien, in elektronischen Medien sowie in Massenmedien. Sprache und Sprachgebrauch untersuchen
Gespräche führen
über Schreibfertigkeiten verfügen
3.3 Lesen - mit Texten und Medien umgehen, über Lesefähigkeiten verfügen • altersgemäße Texte sinnverstehend lesen
• Beziehung zwischen Absicht – sprachlichen Merkmalen – Wirkungen untersuchen
Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Sprachen entdecken
grundlegende sprachliche Strukturen und Begriffe kennen und verwenden (siehe folgende Übersicht) Grundlegende sprachliche Strukturen und Begriffe
Die Beispiele decken nicht alle Bereiche gleichmäßig ab. Der Schwerpunkt liegt auf der Schriftsprache. Allerdings sind ausdrücklich Beispiele aus dem Bereich „Sprechen und Zuhören“ aufgenommen worden, um seine Bedeutung für das sprachliche Lernen zu unterstreichen. Die Tätigkeiten im Bereich „Sprache und Sprachgebrauch untersuchen“ sind integraler Bestandteil des Deutschunterrichts; entsprechend finden sich die Standards aus diesem Bereich in mehreren Beispielen. Zu jedem Anforderungsbereich sind Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad
möglich. Dabei wird der Schwierigkeitsgrad gesteuert durch
Mehrere Aufgabenbeispiele beziehen sich auf Standards aus zwei oder mehreren Bereichen und sind insofern integrativ angelegt. Einige Beispiele bieten einen Katalog möglicher Aufgabenstellungen zu bestimmten Bereichen an, andere illustrieren eher spezifische Aufgaben, die auch als Teile in umfassenden Aufgabenstellungen erscheinen können. Die Aufgabenbeispiele sind nach dem folgendem Schema aufgebaut:
4.2 Anforderungsbereiche
Zur Einschätzung der in den Aufgabenbeispielen gestellten Anforderungen
wird auf drei Anforderungsbereiche zurückgegriffen, die hier exemplarisch
anhand von Aufgabenstellungen aus zwei Aufgabenbeispielen zum Lesen und
zum Schreiben konkretisiert werden.
Für Aussagen über die Qualität und Komplexität der
Anforderungen, die mit den Aufgabenbeispielen verbunden sind, stellen die
Anforderungsbereiche einen Orientierungsrahmen dar. Sie machen deutlich,
welche kognitiven Operationen von Schülerinnen und Schülern jeweils
gefordert werden. Anforderungsbereiche resultieren nicht aus empirisch
validierten Testverfahren, sondern aus der beruflichen Erfahrung von Lehrkräften
und einschlägigen Aufgabenformaten.
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| 4.3 Kommentierte Aufgabenbeispiele
1. Beispiel: Sachtexte zu einem Thema verstehen Schwerpunkt: Lesen – mit Texten und Medien umgehen
Das Aufgabenbeispiel erfordert das Umgehen mit vier unterschiedlichen
Sachtexten, von denen einer ein diskontinuierlicher Text (Tabelle) ist.
Zum Leseverstehen werden unterschiedlich komplexe Teilaufgaben gestellt,
vom Auffinden einfacher Informationen in einem Text bis zu komplexeren
Schlussfolgerungen, die sich auf mehrere Texte beziehen. Die letzte Teilaufgabe
verlangt von den Schülerinnen und Schüler das Anlegen einer Stichwortsammlung
für einen eigenen argumentativen Text, in der die Informationen aus
den Sachtexten verarbeitet werden. Die kurzen Sachtexte greifen eine interessante,
lebensnahe Thematik auf, die dazu motiviert,
Das Beispiel stellt eine komplexe Aufgabenstellung mit integrativen Teilaufgaben dar. Aufgabenstellung:
Warum Schlafen wichtig ist
Wie viel Schlaf braucht der Mensch ?
Schwierigkeiten beim Einschlafen können viele Gründe haben:
Warum brauchen Kinder mehr Schlaf als Erwachsene?
1. Aufgabe:
• _____________________________________________________________________
2. Aufgabe:
3. Aufgabe:
4. Aufgabe:
5. Aufgabe:
6. Aufgabe:
7. Aufgabe:
8. Aufgabe:
9. Aufgabe:
Leistungserwartungen:
Zu den erwarteten Leistungen gehören:
Im Einzelnen:
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| 2. Beispiel: Eine Sage verstehen
Schwerpunkt: Lesen – mit Texten und Medien umgehen; Schreiben
Mit dem Beispiel sind zwei Schreibaufgaben verbunden: eine Stichwortsammlung für eine Nacherzählung und eine freie, aber vorstrukturierte Stellungnahme zum Text. Das Beispiel stellt eine komplexe Aufgabenstellung mit integrativen Teilaufgaben dar. Aufgabe zur Textwahl:
Der Rattenfänger von Hameln
Der Steinshof zu Overath
Da trat einst die Pest in der Gegend auf und viele Menschen starben.
Um vor dieser unheimlichen Krankheit sicher zu sein, beschloss der Herr,
eine hohe Mauer um sein Schloss bauen zu lassen, die die Krankheit abhalten
sollte. Alle Untergebenen mussten in der angestrengtesten Weise arbeiten,
um den Wunsch des Herrn auszuführen. Aber schon nach kurzer Zeit erkrankte
der Herr und starb. Jubelnd brachen die Menschen die Burg nieder, so dass
nur ein gewaltiger Trümmerhaufen
• Begründe ganz kurz, warum du den Text gewählt hast. (AB
III)
Aufgabenstellungen zum Text „Der Rattenfänger von Hameln“ 1. Aufgabe:
2. Aufgabe:
3. Aufgabe:
4. Aufgabe:
Welche der folgenden Aussagen stimmen mit dem Text überein? Kreuze
an. (AB II)
5. Aufgabe:
6. Aufgabe:
7. Aufgabe:
8. Aufgabe:
Aufgabenstellungen zum Text „Der Steinshof zu Overath“ 1. Aufgabe:
2. Aufgabe:
3. Aufgabe:
4. Aufgabe:
5. Aufgabe:
6. Aufgabe:
7. Aufgabe:
8. Aufgabe:
Leistungserwartungen:
Die von den Schülerinnen und Schülern geforderten Zeichnungen
verlangen eine komplexe Umsetzung von relevanten Textinformationen in Bilder.
Die Schreibaufgaben verlangen Einblicke in die Textstruktur und eine geordnete
Darstellung, die einem vorgegebenen Muster folgt. Zu den erwarteten Leistungen
gehören:
Zu den Verstehensleistungen im Rahmen des geforderten Textverständnisses
vgl. 1. Aufgabenbeispiel
1. Aufgabe:
2. Aufgabe:
3. Aufgabe:
4. Aufgabe:
5. Aufgabe:
6. Aufgabe:
7. Aufgabe:
8. Aufgabe:
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| 3. Beispiel: Einen Sachtext verstehen und dazu schreiben
Schwerpunkt: Lesen – mit Texten und Medien umgehen; Schreiben
Aufgabenstellung:
Der Igel Der Igel ist etwa 22 bis 27 cm lang und 14 cm hoch. Auf dem Rücken
hat er viele, fast gleich lange Stacheln (ca. 3 cm). Bauch und Gesicht
sind behaart. Seine Farbe geht von Erdfarben bis Grau und Braun. Auf seinem
Stachelpanzer wimmelt es meist von Flöhen. Er besitzt eine spitze
Schnauze, die in einem kleinen Rüssel endet. Die Ohren sind breit
und rund, seine Augen schwarz und klein. Der größte Teil seiner
Nahrung besteht aus Insekten, daneben auch aus Regenwürmern,
1. Aufgabe:
2. Aufgabe:
3. Aufgabe:
4. Aufgabe:
5. Aufgabe:
6. Aufgabe:
7. Aufgabe:
8. Aufgabe:
Leistungserwartungen:
1. Aufgabe:
3. Aufgabe:
4. Aufgabe:
5. Aufgabe:
6. Aufgabe:
7. Aufgabe:
8. Aufgabe:
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| 4. Beispiel: Einen Kurzvortrag halten und ein Gespräch führen
Schwerpunkt: Sprechen und Zuhören
Dieses Aufgabenbeispiel ist ausdrücklich aufgenommen worden, um deutlich zu machen, dass auch der Bereich „Sprechen und Zuhören“ zentral für den Kompetenzerwerb im Deutschen ist. Das Beispiel erfordert die Planung und Ausgestaltung eines argumentativen Gespräches über die Anschaffung eines Haustieres zwischen einer Mutter und ihrem Kind.. Als Vorbereitung dafür sollen sich die Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichen Medien Informationen beschaffen und sie in einem kleinen Vortrag präsentieren. Aufgabenstellung:
1. Aufgabe:
2. Aufgabe:
3. Aufgabe:
4. Aufgabe:
5. Aufgabe:
6. Aufgabe:
7. Aufgabe:
8. Aufgabe:
Leistungserwartungen:
Wurden hinreichende und einsichtige - über die Vorgabe hinausgehende
- Argumente für bzw. gegen die Erfüllung des Wunsches geäußert?
Waren die Argumente aussagekräftig und überzeugend? Wurde der
Sachverhalt verständlich dargelegt? Wurde das Thema beibehalten? Enthielt
der jeweilige Redebeitrag die nötigen Informationen? War der vorgeschlagene
Kompromiss angemessen? War der Gesprächsteilnehmer in seinen Äußerungen
verständlich? Wurden sprachliche Mittel
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| 5. Beispiel: Einen Dialog gestalten und beurteilen
Schwerpunkte: Sprechen (bzw. Schreiben); Sprache und Sprachgebrauch
untersuchen
Das Beispiel stellt eine komplexere Aufgabenstellung dar.
1. Aufgabe:
2. Aufgabe:
3. Aufgabe:
4. Aufgabe:
Leistungserwartungen:
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| 6. Beispiel: Eine Gegenstandbeschreibung als Schreibprozess gestalten
Schwerpunkte: Schreiben; Lesen – mit Texten und Medien umgehen; Sprechen
und Zuhören; Sprache und Sprachgebrauch untersuchen
Aufgabenstellung:
Zur Durchführung der Aufgabe
Jeder Schüler braucht:
Ablauf:
1. Aufgabe:
2. Aufgabe:
3. Aufgabe:
4. Aufgabe:
Leistungserwartungen:
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| 7. Beispiel: Einen Text korrigieren und beurteilen
Schwerpunkte: Rechtschreiben; Sprache und Sprachgebrauch untersuchen Bezug zu den Standards: • über Fehlersensibilität und Rechtschreibgespür verfügen • Rechtschreibhilfen verwenden: Wörterbuch nutzen, ... • grundlegende sprachliche Strukturen und Begriffe kennen • Texte auf Verständlichkeit und Wirkung überprüfen. Das Aufgabenbeispiel erfordert die sprachliche und orthographische Korrektur eines Schülertextes sowie die Kennzeichnung einiger seiner Textmerkmale. Der Text verbindet die Teilaufgaben in integrativer Weise. Das Beispiel stellt eine im Umfang eher begrenzte, aber integrative Aufgabenstellung dar, die die Vernetzung der Aufgabenbereiche des Deutschunterrichts deutlich macht. Aufgabenstellung:
Den ersten Teil von Neles Geschichte kannst du hier lesen. Nele braucht noch ein wenig Hilfe von dir. Die kleine Hexe und das Pferd Max
1. Aufgabe:
2. Aufgabe:
Leistungserwartungen:
2. Aufgabe:
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| 8. Beispiel: Rechtschreibung klären und Sprache untersuchen
Schwerpunkte: Lesen; Rechtschreibung; Sprache und Sprachgebrauch untersuchen
Das Beispiel stellt eine komplexe Aufgabenstellung dar. Leistungen im Tierreich
1. Aufgabe:
2. Aufgabe:
3. Aufgabe:
4. Aufgabe:
5. Aufgabe:
6. Aufgabe:
7. Aufgabe:
8. Aufgabe:
denken verständigen
9. Aufgabe:
Anmerkungen zu den Aufgaben:
Leistungserwartungen:
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| 9. Beispiel: Einen Text rekonstruieren und richtig abschreiben
Schwerpunkte: Lesen; Rechtschreibung; Sprache und Sprachgebrauch untersuchen
Das Aufgabenbeispiel erfordert die sinnvolle Rekonstruktion und Ergänzung
eines „zerschnittenen“ Textes sowie seine orthographisch korrekte Abschrift.
IM SCHWIMMBAD
1. Aufgabe:
2. Aufgabe:
3. Aufgabe
4. Aufgabe:
Anmerkung zu den Aufgaben
Originaltext:
Nützlich ist ein präpariertes Schreibblatt mit 15 Linien - entsprechend den 15 Puzzlestreifen - und breiten Zwischenzeilen. Leistungserwartungen:
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| 10. Beispiel: Lebendige Vorstellungen beim Lesen und Hören
literarischer Texte entwickeln
Schwerpunkte: Lesen – mit Texten und Medien umgehen; Schreiben
Im Mittelpunkt steht das Gedicht von Josef Guggenmos: „Es gingen drei
Kinder durch den Wald“. Die Besonderheit dieses Gedichtes besteht darin,
dass es zu Spekulationen über vorhergehende Geschehnisse anregt und
dass die Handlung wieder von vorn beginnt. Das Aufgabenbeispiel erfordert
die Entwicklung und Entfaltung von Vorstellungen zu einer selbst ausgewählten
Leerstelle. Der zu schreibende Text ist eine Erzählung zu einem Gegenstand.
Im Mittelpunkt der Überarbeitung steht die Forderung, dass der Leser
sich den Gegenstand und seine Geschichte möglichst genau vorstellen
kann.
Zur Durchführung der Aufgabe
Nachdem die Texte fertiggestellt sind, liest ein Kind das Gedicht von Guggenmos noch einmal vor. An der entsprechenden Stelle wird die jeweilige Schublade durch einen passenden Schülertext „gefüllt“, indem er vorgelesen wird. Die Kinder sprechen über den Text und machen Überarbeitungsvorschläge. Die Geschichten sollen in das uralte Buch aus der zwölften Schublade geschrieben werden. Dazu werden sie noch einmal überarbeitet. Aufgabenstellung:
Josef Guggenmos:
1. Aufgabe:
2. Aufgabe:
3. Aufgabe:
4. Aufgabe :
5. Aufgabe:
Leistungserwartungen:
1. Aufgabe:
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| 11. Beispiel: Einen literarischen Text verstehen und dazu schreiben
Schwerpunkte: Lesen – mit Texten und Medien umgehen; Schreiben
Aufgabenstellung: Lies die Geschichte. Benno Pludra
Der kleine Junge hatte in diesem Sommer schwimmen gelernt. Er war noch sehr klein und alle Leute bewunderten ihn. "Seht mal", sagten die Leute, "der kleine Junge kann schwimmen." Zum ersten Mal schwamm er heute ganz allein. Kein Vater war dabei, niemand am Ufer sah ihn. Der See war groß und glatt; er lächelte im Sonnenschein. Seerosenfelder blühten gelb und weiß. Zwischen den Seerosenfeldern, auf einer blanken Wassergasse, schwamm der kleine Junge vom Ufer weg und hin zu einem Pfahl. Dort hielt er sich fest, das Kinn knapp über dem Wasser, und verschnaufte. Die Wiese am Ufer erschien ihm fern, die Büsche und Bäume ruhten reglos wie im Schlaf. Der kleine Junge war glücklich und stolz. "Ich habe keine Angst mehr", sagte er zu sich selber, "ich könnte sonst wohin und sonst wie weit noch schwimmen." Nun sah er die Schwäne. Es waren drei und sie zogen gemächlich heran, zwischen den Seerosenfeldern die blanke Wassergasse herauf, leicht und ruhig wie weiße segelnde Schiffe. Der kleine Junge blieb am Pfahl. Zwei Lehren hatte ihm sein Vater gegeben: "Den Seerosen weiche aus, den Schwänen komm nicht zu nahe. Hüte dich, pass auf!" Die Schwäne begannen zu fressen. Sie beugten die hohen Hälse nieder und schnatterten mit den harten Schnäbeln flach durchs Wasser. Die schweren Schwingen waren aufgestellt und sahen aus, als wären sie federleicht. Der kleine Junge klebte am Pfahl. Das Holz war glatt, von Algen bewachsen, und die Schwäne ließen sich Zeit. Sie gaben den Weg nicht frei, die blanke Wassergasse blieb versperrt. Der Junge fror. Er war klein und ein bisschen mager, darum fror er bald und wünschte, dass die Schwäne jetzt verschwinden möchten. Er überlegte auch, ob er die Seerosenfelder nicht umschwimmen sollte; doch er war nun schon lange im Wasser und fühlte sich nicht mehr so stark, seine Muskeln waren kalt. Der kleine Junge wagte nicht, die Seerosenfelder zu umschwimmen. Die Schwäne indessen glitten langsam näher. Sie fraßen nach links und rechts und glitten auf den kleinen Jungen zu. Er hörte ihre Schnäbel schnattern und er wusste, dass diese Schnäbel zuschlagen konnten, heftig wie die Faust eines Mannes. Noch beachteten sie den kleinen Jungen nicht. Er verhielt sich still. Er fror immer mehr und die Schwäne lagen drei Schritte entfernt auf dem Wasser. Sie fraßen nicht mehr und rührten sich nicht. Ihre großen Körper schaukelten sanft. Der kleine Junge musste schwimmen. Es gab keine Wahl, er musste schwimmen - oder er würde versinken, hier am Pfahl, von keinem bemerkt. Warum rief er nicht nach Hilfe? Es gab keine Hilfe. Kein Vater, niemand am Ufer sah ihn. Der kleine Junge musste schwimmen. Er sammelte all seinen Mut und zog die Füße an den Leib und stieß sich ab vom Pfahl. Das Wasser rauschte auf, eine Welle schoss voran, den Schwänen unter den weißen Bug. Sie äugten scheel, die Schnäbel aufrecht und abgewandt, und wichen lautlos zur Seite. Der kleine Junge aber schwamm. Sein Kopf war steil erhoben und hinten am Wirbel spießten die kurzen, blonden Haare hoch. Quelle: „Die Schwäne auf dem Wasser“ aus: Gelberg, Eines Tages, Geschichten von überall her. Beltz und Gelberg, Weinheim Basel 2002 1. Aufgabe:
2. Aufgabe:
3. Aufgabe:
4. Aufgabe:
5. Aufgabe:
6. Aufgabe:
7. Aufgabe:
8. Aufgabe:
9. Aufgabe:
10. Aufgabe:
Leistungserwartungen:
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