| Zur einfacheren Orientierung mit Verknüpfungen
und kleinen Layoutänderungen versehene Fassung der
Beschlüsse der Kultusministerkonferenz (vorbehaltlich redaktioneller Änderungen;
Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder
in der Bundesrepublik Deutschland, Ref. IV A, Postfach 22 40, 53012 Bonn)
Inhaltsverzeichnis Vereinbarung über
Bildungsstandards für den Primarbereich (Jahrgangsstufe 4)
Bildungsstandards
im Fach Deutsch für den Primarbereich (Jahrgangsstufe 4)
Bildungsstandards
im Fach Mathematik für den Primarbereich (Jahrgangsstufe 4)
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1 Der Beitrag
des Faches Mathematik zur Bildung
Übersicht über die Beispiele
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Vereinbarung über Bildungsstandards
für den Primarbereich
Die Kultusministerkonferenz hat am
23./24.05.2002 beschlossen, für ausgewählte Schnittstellen der
allgemein bildenden Schularten - Primarbereich (Jahrgangsstufe 4), Hauptschulabschluss
(Jahrgangsstufe 9), Mittlerer Schulabschluss (Jahrgangsstufe 10) – Bildungsstandards
zu erarbeiten. Mit Beschluss vom 04.12.2003 hat die Kultusministerkonferenz
eine „Vereinbarung über Bildungsstandards für den Mittleren Schulabschluss
(Jahrgangsstufe 10)“ getroffen.
1. Die Bildungsstandards für
den Primarbereich (Jahrgangsstufe 4) in den Fächern Deutsch und Mathematik
werden von den Ländern zu Beginn des Schuljahres 2005/2006 als Grundlagen
der fachspezifischen Anforderungen für den Unterricht im Primarbereich
übernommen.
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| Kurzkommentar
Die Vereinbarungen der Kultusministerkonferenz zu Bildungsstandards für die Grundschule enthalten wertvolle Hinweise für Lehrer, die Hintergrundwissen für die Vorbereitung ihres Unterrichts suchen. Die Darstellung der Aufgabenbeispiele erinnert an - knappe - Unterrichtsentwürfe für Lehrproben; diese sind durchaus hilfreich, wenn man die klassische Unterrichtsform für die zweckmäßigste Form der Lernorganisation hält. Vergleicht man mit Fußbekleidung und geht 200 Jahre zurück, dann mußte man damals zum einzigen Schuhmacher im Zentralort, der auf einem individuellen Leisten aus ca. 150 Teilen in grob 50 Stunden einen individuellen Schuh formte. Es gab nicht die Wahl unter Hunderten von Schuhen, die alle nach den gleichen Standards für verschiedene Fußgrößen und- formen im Angebot sind, wie wir das heute als selbstverständlich voraussetzen. Wer Bildung sucht, muss damals wie heute noch zu einem vom Staat zugewiesenen Lehrer, der in handwerklicher Einzelarbeit Unterrichtsstunden vorbereitet und ohne verbindliche, überprüfbare Standards Lernkontrollen nach eigenen Maßstäben bewertet: Für die Experten der KMK ist die Zeit stehen geblieben. Es ist ein Fortschritt, dass inzwischen (siehe hier) extern erarbeitete Vergleichsarbeiten theoretisch als politisch korrekt angesehen werden und an die Entwicklung von Tests gedacht wird. Es ist zu befürchten, dass bei der Testentwicklung Hintergrundtheorien verwendet werden, die für den Bereich des Lernens untauglich sind (siehe auch). Einen Gegenentwurf bietet das Dortmunder Manifest. Es zeigt Möglichkeiten auf, wie heute sehr viel ökonomischer Lernkontrollen organisiert werden können; es weist darauf hin, dass öffentlich zugängliche, transparente Lernkontrollen eine völlig neue Lernkultur ermöglichen würden, indem die Chancen moderner Informationsverarbeitung auch für das Lernen genutzt würden. |