Lösen Computer Bildungsprobleme?

 
In Deutschland im Augenblick sicher kaum, so daß die Zeitschrift Computerwoche einen Beitrag von Mesmer/Weidner (http://www.computerwoche.de/index.cfm?pageid=257&artid=40786&main_id=40786&category=161&currpage=1&type=detail&kw=) titeln kann 
"Computer lösen keine Bildungsprobleme".

Ein Kommentar dazu:
 

"Hallo Frau Mesmer,
hallo Frau Weidner,

soeben habe ich mit Interesse in cw Ihren Beitrag zum Thema Computer und Schule gelesen.

Vielleicht nützen Ihnen ergänzende Informationen. 14 von 16 Lehrern haben in einer Infoveranstaltung in der vergangenen Woche erklärt, daß sie für ihre Arbeit in der Schule kein Internet brauchen und in den restlichen 15 bis 20 Dienstjahren das auch nicht mehr ändern wollen. (Ich selbst bin 74; mein Kommentar dazu: www.bildungsoptionen.de/schock.htm)

Die Steuerungsvariablen der Schule belohnen faule und schlechte Lehrer, solange diese nur gute Noten geben. Idealisten, die sich dagegen zur Wehr setzen, werden gemobbt.

Könnten die Schüler selbst ihre Qualifikationen in größerem Umfang testen und würden wir Schulleistungsangaben an externe statt an klasseninterne Maßstäben binden, so würde sich die Schule innerhalb weniger Jahre radikal verändern. Wir brauchen dazu konkrete Bildungsstandards; die Realisierung eines Angebots im Internet mit der open-source-Methode wäre ein Klacks.
Unter www.bildungsoptionen.de/manifest.htm lesen Sie Forderungen, die man an Bildungsstandards stellen muß. www.bildungsoptionen.de/naegel.htm zeigt den augenblicklichen Stand.

Schule produziert handwerklich mit schlechten Hilfsmitteln. Schüler wollen lernen, wenn man sie dafür begeistert. Soeben haben die deutschen Schüler wieder rund 500 000 € dafür ausgegeben, daß Sie Matheaufgaben lösen durften (siehe www.mathe-kaenguru.de).

Wenn Sie das Thema gelegentlich wieder einmal aufgreifen und Informationen brauchen, können Sie sich gern an mich wenden. Was alle sagen, werden Sie von mir freilich nicht hören.

Mit freundlichem Gruß Fritz Nestle, Prof. a.D.